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Autor
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Pfingsten Pfingsten ist weiblich
bloody big mess inside -




Dabei seit: 29.12.2008
Beiträge: 1253
Geschlecht: weiblich
Alter: vier
Bildquelle: © maskotka
Spieler: FRANZI | RS
Weitere Rollen: seraphim, biff & gimme tar
Beziehungen: [x]

Fragezeichen .· FRANZI. Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

name — Franzi
alter — 23 Jahre
____________
**rollenspiele.



aktive rollen
Pfingsten
Seraphim
Biff
Gimme Tar



ehemalige rollen
Rockefeller
Llyvelin X
Any Thin
Blackberry
Herzzerreißend
Toulouse

__________________

    pfingsten

    this is the hardest story,
    that I have ever told,
    no hope, no love, no glory,
    happy endings gone
    forever more.
    I feel as if I’m wasted,
    and I wasted every day.




    I N Z E S T K I N D.
    « Everything is goin to be alright. »

Dieser Beitrag wurde schon 21 mal editiert, zum letzten mal von Pfingsten am 22.11.2013 19:54.

02.01.2009 22:52 Pfingsten ist offline Email an Pfingsten senden Beiträge von Pfingsten suchen Nehmen Sie Pfingsten in Ihre Freundesliste auf
Pfingsten Pfingsten ist weiblich
bloody big mess inside -




Dabei seit: 29.12.2008
Beiträge: 1253
Geschlecht: weiblich
Alter: vier
Bildquelle: © maskotka
Spieler: FRANZI | RS
Weitere Rollen: seraphim, biff & gimme tar
Beziehungen: [x]

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Pfingsten

« Alles wird gut. »

D A T E N
aussehen © maskotka
alter — 4 Jahre
geschlecht — weiblich
farbe — infrarot
zusammengefasst — verloren und gefunden
herdenmitglied | einzelgänger

Es war klare Mitternacht, als Bruder Nero zum Schwesterchen sagte: „Komm, Lu, Schwesterherz, komm, wir hauen ab.“ Und ihre Liebe zu ihm war so groß, dass sie sagte „Ja“. Es folgten weitere Nächte, die klar, aber auch unerklärlich waren. Das Geschwisterpaar lebte in Einsamkeit in seiner eigenen Welt, viele gemeinsame Jahre. Zu dieser Zeit wussten sie schon längst, dass es ein Tabu war, was sie taten, und waren sie einmal einsam, hatten einander verlassen, grübelten sie, und schwere Zweifel kamen auf; ihre junge Liebe begann zu trüben. Doch kehrten sie nach langer Trennung wieder zueinander, spürten sie, wie gut es war, was sie hatten, wie wahr es war.
Allerdings, wie es im Lauf des Lebens geschieht, berichtigen sich Gedanken, und Meinungen werden geändert. So reifte die längst erwachsene Lullaby zum klaren Verständnis heran, und erkannte, dass sie einen Fehler gemacht hatte. Nero, der sonst so Gewissenhafte, wurde krank vor Angst, als ihm die Anvertraute gepeinigt ans Herz heran trat, und gestand, dass sie gehen würde.
Es war eine klare Mitternacht, als Bruder Nero zum Schwesterchen sagte: „Halt still.“ Und im Mondschein ihren Willen brach.
Es war die Nacht, in der Pfingsten als Keim in die unsicheren Gedärme dieser Stute gepflanzt wurde. Und knapp ein Jahr später wurde sie als hilfloses Bündel aus dem organischen Eimer in die Welt übergeben.
Man sagt, es sei ein gesellschaftliches Gerücht, dass Inzest zu schwerer Behinderung des Erbes führt, und tatsächlich, gegen all den Rufmord, erreichte Pfingsten als gesundes, prachtvolles, ja blühend rosiges Fohlen die Welt, kam schnell auf die Beine, fand unheimlich durstig die Quelle allen Lebens im Schoß seiner Mutter. Die Anderen, die trotz aller Schlösser und Riegel langsam und bedacht in den zeitlosen Raum der Beiden gedrungen waren, begannen allmählich zu verstummen, und – ja – eine Verwandtschaft zwischen Nero und Lullaby tatsächlich auszuschließen. Sie sahen Pfingsten, blutjung und dünnbeinig, zwischen den Zweigen zaudern, begannen ihr schüchternes inniges Gemüt zu schätzen, und war sie mal nicht da, tat ihre Abwesenheit so schrecklich weh. Nein, Pfingsten war nicht kränklich. Sie war fast leidig robust.
Doch im Innern, und das sah niemand, berührten sich zwei Drähte, unterm aschgrauen Schopf, fälschlicherweise. Irgendwas war schief gelaufen, und deswegen fällt es Pfingsten sehr viel schwerer einige Dinge, alltägliche Dinge, ganz banale Dinge zu verkraften als manch anderem. Fragen, das „was wäre, wenn...“, viele Vielleichts und das große Bangen, bis es einmal endet. Das Zutun der Eltern ist wenig daran schuld, obwohl:
Man munkelt, die Zankereien und das Weinen sei so groß geworden, dass sich Lullaby einen spitzsteinigen Abhang hinab gestürzt hätte. Man sagt, Nero hätte sich im nahen Bachbett ertränkt. Davor hätte man sich viel beschrieen, und einander gequält, und Pfingsten habe alles mit angesehen, und anstatt das Wort an sie zu richten, haben man es gegeneinander verwendet, böse und vergiftet.
Bedenklich. Allenfalls war es auch das, was Pfingsten so schrecklich zugetan hat. Aber die Anderen sagen viel, wenn man sie nur lässt. Pfingsten ging irgendwann einfach, nachdem der Vater auch zu ihr gesagt hatte „Still, mein Kind; beweg dich nicht.“ Und wie es sein sollte, schlich sie sich in klarer Mitternacht davon. Was aus den beiden, Nero, Lullaby, wurde, weiß man nicht, aber die Besserwissenden werden euch sagen, dass sie getrennt sind, einander ans andere Ende der Welt jagten, aufgaben, verstummten.
Doch Tatsache ist, dass Lullaby bei ihm blieb.


F A M I L I E
gefährte
vater — Nero
mutter — Lullaby
geschwister
nachkommen
sonstige



status — wird gespielt.

__________________

    pfingsten

    this is the hardest story,
    that I have ever told,
    no hope, no love, no glory,
    happy endings gone
    forever more.
    I feel as if I’m wasted,
    and I wasted every day.




    I N Z E S T K I N D.
    « Everything is goin to be alright. »

Dieser Beitrag wurde schon 20 mal editiert, zum letzten mal von Pfingsten am 22.11.2013 00:48.

03.01.2009 00:10 Pfingsten ist offline Email an Pfingsten senden Beiträge von Pfingsten suchen Nehmen Sie Pfingsten in Ihre Freundesliste auf
Blackberry Blackberry ist männlich
who's your daddy?




Dabei seit: 02.01.2009
Beiträge: 738
Geschlecht: MÄNNLICH.
Alter: SECHS.
Bildquelle: © MIDWESTARABIAN.
Spieler: FRANZI. | RS.
*pfingsten *blackberry *seraphim
*biff *herzzerreißend *gimme tar

Beziehungen: [x]

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Blackberry

« Von was Mädchen die Verniedlichung ist?
Ich weiß es – von Made. »


D A T E N
aussehen © midwestarabian.com
alter — 6 Jahre
geschlecht — männlich
farbe — burgunder
zusammengefasst — der bitterböse Nachgeschmack
herdenmitglied | einzelgänger

Es waren einmal viele kleine Mädchen, die keine Ahnung von der Liebe hatten, bis er daher kam und all ihre Herzen brach.
Doch in einem Satz lässt sich der Werdegang des Braunen noch lange nicht benennen: die Geschichte des durchaus ansehnlichen Blackberry ist tragisch wie unverständlich.
Als Sohn eines willenlosen Oberhaupts und einer herumhurenden Mustergattin beschritt er den Weg des Lebens, der nicht nur voller Steine sein sollte, nein, ganze Schlammlawinen hatten sich darüber ergossen und ihre granitene Last darauf verteilt. So hatte es Blackberry von Anfang an schwer, überhaupt voranzukommen. Seine Jugend verbrachte er sich fragend, grübelnd, und sich wundernd, wie vielfältig sein Schwärmen für die Damenwelt sein konnte. Von Schwarz bis Weiß, von Braun und Sandfarben hinüber zur Füchsin und beinahe Rubinroten. Er mochte die Kleinen, die Großen, die Stillen und die Großmäuligen, verliebte sich immer wieder neu in die Hülle des venusischen Geschlechts.
Doch zwischen all der Liebäugelung und Verwirrtheit über die eigenen Vorzüge kehrten seine Gedanken immer zurück zu einer Stute: zu seiner Mutter.
Ja, für ihn war sie die Schönste, die Kostbarste, die Eine. Keinen Schoß begehrte er mehr als den, der ihn in die Welt entließ. Die anfängliche Verzückung mauserte sich über die Jahre zu einer regelrechten Besessenheit; immer häufiger suchte er die Nähe der so Vertrauten. Sie hingegen hegte kein Interesse an ihrem Erbe, war viel zu sehr mit der Befriedigung der männlichen Masse beschäftigt, als das Begehren Blackberrys erkennen zu können. Zu diesem Zeitpunkt wäre es noch früh genug gewesen, dem Jungen den Wahn aus dem Kopf zu treiben, doch niemand scherte, und niemand erkannte sein krankes Verlangen nach familiärer Intimität.
Die Methode des Braunen wurde immer raffinierter, die Gespielen seiner Mutter auszustechen; dies reichte von neckischer Vertreibung einiger Unwichtiger bis hin zu Tötung des eigenen Vaters. Und mit so viel Gewalt er den Eindringlingen begegnete, so viel Zärtlichkeit widmete er seiner Erzeugerin.
Man erfuhr nie, ob der Jüngling sich tatsächlich in sein Mütterchen verguckte, oder ob er sich viel mehr in sich selbst versah. Schließlich ersehnte er die Maschine, die ihn gebar, am meisten. Perverser Narzissmus oder jugendliche Fehlorientierung? Die Fragen blieben ungeklärt, doch was folgte, war erschütternd. Die Mutter, die ihren Sohn zum ersten Mal wirklich sah, als er ihr gestehend und verweint gegenüber trat, ließ ihn vertreiben.
Die Liebe hatte ihn seinen Kopf gekostet, und ebenso wütend wie verwirrt, so jugendlich, schon so verbittert, vegetierte er tagelang dahin und wusste nicht wohin mit seinem Schmerz, der sich mannshoch in ihm staffelte.
Blackberry hat die Zurückweisung seines Lebens nie verwunden. Und der blutige Strom seiner Wunde versiegt immer dann für einen Moment, wenn er die Stuten wie den letzten Dreck behandelt.
Er stiehlt sich in ihre Gedanken, arbeitet sich von Innen nach Außen, zerstört sie, lädiert sie, zerteilt sie, bricht sie.
Dabei bleibt er unbeschadet, denn ein Herz, das von Anfang an nicht heile war, kann keinesfalls ein weiteres Mal entzweien.


F A M I L I E
gefährtin
vater — Erlkönig †
mutter — November
geschwister
nachkommen — Curunir, Excalibur, Skywalker & Dakota
sonstige



status — abgemeldet.

__________________

    Blackberry
    So nahm sie all sein Knabenblut,
    die alte Frau, sie tat nicht gut.
    So groß ist nun die eigne Wut,
    die andren werden zahln.



    P E R V E R S L I N G.

    « and you can still see the crack in
    that motherfucker's reflection. »

Dieser Beitrag wurde schon 19 mal editiert, zum letzten mal von Blackberry am 27.01.2013 20:06.

03.01.2009 00:25 Blackberry ist offline Email an Blackberry senden Beiträge von Blackberry suchen Nehmen Sie Blackberry in Ihre Freundesliste auf
Seraphim Seraphim ist weiblich
bitter&abusive




Dabei seit: 02.01.2009
Beiträge: 1086
Geschlecht: weiblich
Alter: vier
Bildquelle: © tigra
Spieler: FRANZI | RS
Weitere Rollen: pfingsten, biff & gimme tar
Beziehungen: [x]

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Seraphim

« Livin' their lies somewhere. »

D A T E N
aussehen © KATARZYNA OKRZESIK.
alter — 4 Jahre
geschlecht — weiblich
farbe — anthrazit
zusammengefasst — Leben will gelernt sein
herdenmitglied | einzelgänger

Seraphim will immerzu erwachsen sein. Und sieht man sie auf freier Fläche, sich die anderen stets, ganz unbewusst, vom Halse haltend, wirkt sie doch sehr reif, geglättet, fast schon fertig. Allerdings ist sie in ihrem Herzen unsagbar jung geblieben.
Wenn die kleine Seraphim, von ihrer Mutter zärtlich Phimie gerufen, sich risikofreudig einen Hang hinabstürzt, und, während Äste zu Peitschen und Kiesel zu Geschossen reifen, dabei lauthals lacht, dann wundert euch nicht: es tut ihr nicht weh.
Die junge Stute ist mit einer unglaublichen Schmerzunempfindlichkeit beschlagen, und was im Fohlenalter, seht her, schlagt mich, es schmerzt mir nicht, noch faszinierend war, ist inzwischen nur mehr beängstigend. Segen oder Fluch? Das wird sich herausstellen, wenn sie den einen, schon viel zu häufig provozierten Schritt zu weit geht, es noch so wenig weh tut, und das Vergnügen am Nervenkitzel letztlich einzig und allein das Leben als angemessen Preis empfindet.
Mit ihrer lauten, quirligen, aber niemals heiteren Art ist sie nicht für Jedermann geeignet, und wehe einer spricht ein böses Wort, kritisiert, bemängelt, zerpflückt sie, gnade ihm Gott. In Seraphim steckt die selbe kleine Göre wie vor zwei Jahren, und immer mal wieder gedenkt sie ihren Wirt zu verteidigen, fühlt sich verpflichtet, den Gegenüber aufs schändlichste zu beleidigen, wichtig ist nur, dass die Hülle unversehrt bleibt, sich kein Härchen unter den prüfenden Blicken der Anderen krümmt.
Sie ist Kind geblieben, das wissen alle, und dass sie ihrem eigenen Bild von sich selbst, stolz, stark, schön, nicht entspricht, ärgert sie wohl am meisten.
Wenn ihr Bruder jedoch, der alles ist, was sie nicht sein kann, dahergelaufen kommt, mit seiner immerzu gefassten Art, dem ältlichen Ausdruck in den Augen, Winde endloser Wildheit schon seinen Mähnenhang durchstriegelt haben, da ist es doch verständlich, dass man ihn hasst. Wenn er der Nachkomme ist, der wurde, wie man selbst hätte sein wollen.
Seraphim, Sera, ist, obwohl sie es nicht weiß, und sich allezeit nur als Balg erlebet, schon so sehr gealtert, dass sie das Gefühl aller Gefühle, das ein Wesen taub und stumpfsinnig macht, tief in ihrem Innern bereits beherbergt, und dieses immer mal wieder hervorlinst, wenn sie es am wenigsten will: Verbitterung.
Deshalb bleibt sie bei Merlin, braucht ihn so sehr, kehrt immer wieder zurück, so groß der Schmerz auch ist, weil er der einzige ist, der mit dunklen Gedanken umzugehen weiß.


F A M I L I E
gefährte
vater — York
mutter — Yosimity
geschwister — Merlin
nachkommen — Chelsea
sonstige



status — wird gespielt.

__________________

    SERAPHIM*
    but tell me now, where was my fault
    in loving you with my whole heart;
    oh tell me now, where was my fault
    in loving you with my whole heart.

    a white blank page --
    and a swelling rage.




    P H A N T O M H E R Z
    « no dawn - no day -
    i'm always in this twilight »

Dieser Beitrag wurde schon 13 mal editiert, zum letzten mal von Seraphim am 22.03.2011 20:34.

03.01.2009 00:52 Seraphim ist offline Email an Seraphim senden Beiträge von Seraphim suchen Nehmen Sie Seraphim in Ihre Freundesliste auf
Rockefeller Rockefeller ist männlich
Mitglied


Dabei seit: 02.01.2009
Beiträge: 78

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Rockefeller

« Am Ende ist es immer die Welt, die gewinnt. »

D A T E N
aussehen © midwestarabian.com
alter — 8 Jahre
geschlecht — männlich
farbe — azur
zusammengefasst — das stille Besäufnis
herdenmitglied | einzelgänger

Ich tu einfach so, als ob nichts wäre.
Das tun wir doch alle. Wir alle bauen mit der Zeit einen ziegelharten Wall um uns, durch den nichts hinaus oder hinein schwemmen kann. Wir fühlen uns wohl dahinter, und auch wenn es zuweilen sehr einsam wird, ist es den Trost der alleinigen Gewissheit wert.
Ich habe diesen Wall um mich gezogen. Die Einen tun es gleich zu Beginn ihres Daseins, und Andere erst dann, wenn sie sich von jenem verraten fühlen. Es sie enttäuscht hat. Hintergangen. Oder verlassen.
Es ist nicht mein Dasein, das einen so jähen, schmerzhaften, unerträglich endgültigen Abbruch fand, aber das meines Bruders; wir wussten nicht, dass das Schicksal schon zu lange an ihm genagt, gerüttelt, gezweifelt hatte, an seiner Existenz und ihrem weiteren Bestehen. Schon zu viele handgroße Stücke hatte es aus seinem sonst so lächerlich gesunden Leib gerissen; Lecke hinein geschlagen, aus denen stetig und unaufhaltsam nicht nur die klinisch rote Wahrheit rann, sondern auch ein Teil seiner Seele, seines Geistes, und letztlich auch sein Verstand.
Es war ein kümmerlich kleiner Rest dessen, was sonst so stark und geradbeinig durch die Welt gegangen war. Was die Krankheit von meinem Bruder übrig gelassen hatte, war ein Bruchteil - nein, weniger - des einst so starken breitschultrigen Mannsbilds, des Hengstes, des Bruders, der sich in furchtsam verschwommenen Kindertagen so mutig und bereit vor den Schwächeren geschoben hatte.
Ich vermisse ihn. Wissen wir doch alle, dass schließlich die Krankheit gewann. Dass des Bruders Herz verlor. Dass er jetzt nicht mehr da ist und mir die Realität mit derartiger Böswilligkeit ins Gesicht geschlagen hat, dass dort immer dieser brennendrote Abdruck bleiben wird; dieser Schatten ober- und unterhalb meiner Augen; die Trübe darin und darüber; ein schrecklich müdes Lächeln, das niemals über sein Maß hinaus zu wachsen bereit sein wird; die tränenerstickte Stimme innerhalb eines zu lang gedrosselten und zu spät wieder freigegebenen Halses. Ich bin erschöpft. Kraftlos. Traurig. Man darf ruhig sagen: Ich kann nicht mehr.
Immer mal wieder weiß ich mir zu helfen; nasche von halb oder gänzlich vergorenen Früchten und koste den Rausch aus, betäube den Schmerz, wenn auch nur für einen schwindelerregend kurzen Moment. Und wenn ich auch nicht leugnen kann, dass es mich immer wieder reizt, in die verlockend weiche und einfache Welt der Umnebelung zu tauchen, ich gar süchtig danach bin, will ich nicht sagen, dass es schon zu spät ist, sich davon abzuwenden.
Oder doch?
Ja. Es ist zu spät. Für alles. Um anzufangen. Um aufzuhören.
Es ist ein furchtbar stilles Besäufnis am Rande des Gesellschaft.
Es ist das Ausgelachtwerden von solchen, denen es nicht besser geht.
Es ist wie in den Himmel schauen und nur noch Wolken sehen.
Es ist wie Einsamkeit wollen, und Einsamkeit nicht ertragen können.
Es ist.
Es ist wie davonlaufen, die ganze Zeit, und niemals ankommen, nirgendwo.


F A M I L I E
gefährtin
vater — Sullivan
mutter — Criol
geschwister — Rainman, Gentleman †
nachkommen — Caveman
sonstige — Schwägerinnen: Nimouée & Hasting Sea



status — abgemeldet.

__________________

    das stille Besäufnis
« Am Ende ist es immer die Welt, die gewinnt. »
    angestrengt andacht halten,
    und angst haben, abzustürzen
    ist ansatzweise
    abzusehen.

    aber anzuhalten,
    um abzusteigen,
    täte mit anzusehen
    nur weh.

Dieser Beitrag wurde schon 8 mal editiert, zum letzten mal von Rockefeller am 15.05.2010 22:15.

03.01.2009 00:58 Rockefeller ist offline Email an Rockefeller senden Beiträge von Rockefeller suchen Nehmen Sie Rockefeller in Ihre Freundesliste auf Füge Rockefeller in deine Contact-Liste ein
Llyvelin X
Mitglied


Dabei seit: 05.09.2009
Beiträge: 167

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Llyvelin X

« Seltsame Dinge sind geschehen, ich weiß. »

D A T E N
aussehen © slawik.com, Christiane Slawik
alter — 3 Jahre
geschlecht — männlich
farbe — blattgold
zusammengefasst — für das Volk
herdenmitglied | einzelgänger

Bei Llyvelin X lief falsch, was falsch laufen konnte. Zu seiner Entstehung galt das Gesetz von Murphy, dabei hatte man sich viel von dem Nachfolger erhofft. Ein goldenes Erbe, die Stellung als König. Aber allzu bald stellte man fest, dass er halbtaub war, sein eines Ohr schadhaft bis ins Mark, nur eine Zierde, in seinem Kopf verhärtet, der Symmetrie halber.
Schon bald erkannten die anderen Jünglinge, dass Llyvelin X zu schwach und unwissend war, um sich zu wehren. Grausame Machtspiele, grausame Experimente verwirrten das zarte Gemüt des Prinzen, sodass er bald nicht mehr wusste, was recht und unrecht war. So sensibel wie er ist und blieb, konnte er die Scherereien der Zöglinge nicht verkraften, und zog sich sehr bald in sich selbst zurück. Zum Leid des Vaters, der Mutter, die die Zukunft ihrer Sippe auf die Schultern des jungen Burschen geladen hatten.
Doch sein schlechtes Gehör war nicht das Einzige. Bald kamen Aussetzer zu Tage, die den jungen Llyvelin wie weggetreten erscheinen ließen, und führte er bereist noch so lange ein Gespräch – irgendwann verhärtete sich sein Blick, verflog in der Umgebung, und man hörte seinen Mund nunmehr fragen, wo er sei, was er mache, welches Jahrhundert er belebte. Man kann sich nicht sicher sein, ob der Defekt seines Kurzzeitgedächtnisses durch einen Unfall verursacht wurde oder schon immer Teil des dunklen Hengstes war. Doch mit der Jugend wurde es schlimmer – so schlimm, dass er sich in vollendeter Verwirrung im Wald verlief und sich nicht einmal von jenen helfen ließ, die ihm zu Lebzeiten am nächsten standen.
Du hörst schlecht. Du vergisst schnell.
Du bist klein.
Du bist mikrig.
Du hast versagt.
Du hast enttäuscht. Wie könnten wir dich behalten wollen?
Sobald das Schicksal des Zehnten bestimmt war, machte er sich auf den Weg und verließ den Sitz seines Vaters. Er wäre ohnehin nicht zum König erhoben worden, so labil, so schwach, so taub und vergesslich wie er war. Niemand wollte einen König, der seinen Platz nicht kannte. Er opferte sich, zum Wohle aller: Lieber keinen König als einen schlechten. So verlief er sich zunächst im Gebirge, fand Schutz in den Wäldern, schlug sich über ewig weite Steppen dahin. Es ist nicht gewiss, was ihm in dieser Zeit der Einsamkeit widerfahren ist. Sicher ist nur, dass sie ihn verändert hat, und traf man ihn das nächste Mal, war er ein erwachsener Mann, der um sein Leben wusste, und verstanden hatte, was ihm damals geschehen war. Unrecht. Leid. Schmerz.
Die Schwierigkeit mit Gehör und Gedächtnis sind geblieben. Dazu gekommen ist ein unsagbares Gespür für die Kleinigkeit, für Nichtiges; ein Bedürfnis nach Einsamkeit und Anschluss zugleich; das Verständnis der Machtlosigkeit und der Trotz auf die Welt, in der er seinen Platz verzweifelt glaubt gefunden zu haben.


F A M I L I E
gefährtin
vater — Llyvelin IX
mutter — Kassandra
geschwister — Gwynedd, Herios, Ladisney
nachkommen
sonstige



status — abgemeldet.

Dieser Beitrag wurde schon 11 mal editiert, zum letzten mal von Llyvelin X am 15.05.2010 22:18.

05.09.2009 12:57 Llyvelin X ist offline Email an Llyvelin X senden Beiträge von Llyvelin X suchen Nehmen Sie Llyvelin X in Ihre Freundesliste auf
Any Thin Any Thin ist weiblich
alles und nichts




Dabei seit: 17.11.2009
Beiträge: 172
Geschlecht: WEIBLICH.
Alter: EINS.
Bildquelle: © ALFABIASTUD.COM.

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Any Thin

« Warum, Mutter? »




D A T E N
aussehen © Marta Staszczak
alter — 1 Jahr
geschlecht — weiblich
farbe — fischaugensilber
zusammengefasst — unsere wirrsten Gedanken
herdenmitglied | einzelgänger

Noch kann man sich nur unsicher sein. Was mit diesem Mädchen ist. Sicher ist das, was man sieht, was einen erschaudern und ganz still fragen lässt: Was ist nicht richtig? Sie ist dünn, dürr, zerbrechlich, man geht unwillkürlich ganz vorsichtig mit ihr um, hat Angst, sie zu entzweien, obgleich die jungen Augen, die sich gleich erheben, sobald man sich ihr nähert, von einer Stärke zeugen, die man selten bei einem gerade angerissenen Leben erfährt. Diese Augen, die einen durchleuchten, einen erkennen, und die Geheimnisse für sich behalten, lassen einen nicht selten zurück schrecken. Man hat manchmal Angst vor ihr, wenn sie nur dasteht, stumm, und nichts nach außen dringt; obgleich man weiß, dass sie ein braves Mädchen ist, so ein liebes Kind, hat man doch Zweifel. Man ahnt es, man vermutet es, dass etwas, nichts Schlimmes, nichts Böses, aber - Fragliches passieren wird. Weniger mit ihr, mehr mit denen, die sie seit je her fasziniert umringen.

F A M I L I E
gefährte
vater — Cash
mutter — Lillith
geschwister
nachkommen
sonstige



status — abgemeldet.

__________________

    Any Thin
    now here you go again,
    you say you want your freedom.
    well who am I to keep you down?
    it's only right that you should
    play it the way you feel it.
    but listen carefully to the sound
    of your loneliness.



    S C H E U S A L / L I E B K I N D.
    « a faint cold fear thrills through my veins. »

Dieser Beitrag wurde schon 13 mal editiert, zum letzten mal von Any Thin am 14.10.2012 17:48.

17.11.2009 13:44 Any Thin ist offline Email an Any Thin senden Beiträge von Any Thin suchen Nehmen Sie Any Thin in Ihre Freundesliste auf
Biff Biff ist männlich
make some noise --




Dabei seit: 06.01.2010
Beiträge: 931
Geschlecht: männlich
Alter: sechs
Bildquelle: © staszczak
Spieler: FRANZI | RS
Weitere Rollen: pfingsten, seraphim & gimme tar
Beziehungen: [x]

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Biff

« - das Potenzial deiner Persönlichkeit ist nicht darauf beschränkt.
Es ist so groß wie das Universum. »



D A T E N
aussehen © -
alter — 3 Jahre
geschlecht — männlich
farbe — kaleidoskopisch
zusammengefasst — die Spannung des Augenblicks
herdenmitglied | einzelgänger

Biff ist --
Biff ist vieles, und zugleich sehr wenig. Er ist mal so, mal so. Es ist schwer zu sagen, wann seine Meinung dreht, wann seine Miene kippt; wenn er das so eben noch Umjubelte als plötzlich schlecht befindet. Und eignet ihm auch eine Willkür, eine lebendige Hast, so ist alles von ihm bestimmt und beschlossen. Nichts geschieht zufällig. Er unterliegt nicht seinen Launen, er ist ihr Herr und Meister, und sie sind sein Meisterwerk.

« Du allein bist nicht alles. Das was du bist, darstellst, zu sein vorgibst, ist nur ein Quantum von dem Ausmaß deines Könnens. Das Potenzial deiner Persönlichkeit ist nicht darauf beschränkt. Es ist so groß wie das Universum. »

Wann er in welche Rolle schlüpft, ist nicht abzusehen. Aber hat man ihn zunächst in der einen erlebt, ist ein Wechsel ausgeschlossen. Biff lebt in seiner Tarnung, die nie als diese miemt; und jedes Modell hat er über die Jahre vervollständigt und perfektioniert. Da ist ein ganzes Kabinett an Schlimmen und Fürchterlichen, an ganz Herrlichen und Grotesk-Bizarren. Welche er wählt, hängt kaum vom Gegenüber ab. Man kann sich nicht sicher sein, wonach er entscheidet, nur, dass er es tut. Da sind diese wenigen Sekunden, die er abwiegt und verwertet, die er zuckt und bangt und glänzt – und wählt. Jedermann. Exzentriker. Teufel.

« Der Teufel ist ein Extremfall des Außenseiters. Und er ist auch nur ein Aspekt von uns allen. Eine Energie, die immer im Raum ist. Jetzt, hier, könnten wir uns umarmen, oder ich könnte Ihnen die Kehle durchschneiden. Es gibt immer diese Wahl, und so entsteht die Spannung des Augenblicks. »

Diese Gabe, dieses Talent – die Unbeschwertheit, Zerstreutheit. Weiß man um seinen Wechseltum, mag man ihn bemitleiden, doch eindeutig ist, dass er aus sich und seiner Umwelt etwas Großartiges geschaffen hat. Die Leichtigkeit, mit der er keine oder alle Minen verzieht, diese Schamlosigkeit, unerrötet, mit der er dir ins Gesicht lügt. Da sind so viele Wahrheiten; die tausend Möglichkeiten eines bizarr verzerrten Genies. Keine Krankheit – nur das Können. Und Biff kann viel.

« Ich verstehe sogar, was Mord ist. Dafür muss ich nicht jemanden umbringen. »

Das ist gerade die Spannung. Dieses Heißkalte, die Faszination und das Grauen, die einen eisig ummanteln, zu jeder Begegnung mit Biff. Und ist man ihm auf die Schliche gekommen, fragt man sich, und will es doch nicht wissen, wie er wirklich ist, was er zu verbergen hat. - Was ihn so sehr daran hindert, er selbst zu sein. Die Zeit, die Vergangenheit? Sei es schlichtweg nur das Leben, oder die Tage dazwischen.

« Die Leute glauben nur, dass sie es wissen wollen. Wenn ich jetzt einen Zaubertrick vorführe, dann wollen Sie wissen, wie ich das gemacht habe. Bis ich es Ihnen verraten habe, dann sagen Sie: Ich wünschte, Sie hätten es mir nicht gesagt. Sie kommen, um hereingelegt zu werden. Sie wollen wissen: Wie weit kannst du mich ins Unbekannte mitnehmen? Die Leute müssen einem glauben, sonst hören sie nicht zu. Und dann musst du dir selber glauben. Wie viel ist Rolle, wie viel ist echt? Das weiß niemand richtig. Es geht eben darum, dass man bei einer Show dafür bezahlt, betrogen zu werden. »

Und wenn man zu viel, und doch zu wenig ist; das Repertoire so riesengroß, dass man schwer den Überblick behält; wenn die Erinnerung ans eigene Ich, ans einfache, unverfälschte Sein, schon arg verblasst hinter hohen Mauern hockt; wenn man sich ständig und selbst die Anderen fragen muss, wie es nochmal war, kann man dann von Glück, von Glücklichsein noch reden?

« Ich glaube nicht, dass das ein Zustand ist, den man erreichen kann. Ich kann manchmal nach dem Glück greifen, es kurz festhalten, dann muss ich es wieder loslassen und von Neuem suchen. »

Aber ist es das nicht wert, es sein zu lassen. Sich gehen zu lassen. Zu treiben. Aufs Ankommen hoffen.

« In Wahrheit kann man nichts auslassen – irgendwann kommt es dann doch. »

Für Biff ist es Verschwendung und Verrat, an Leben, ans Universum. Wie nur eine Rolle spielen, wenn es tausend Reaktionen gibt? Wenn der Applaus jubelnder, lauter, tosender sein kann? Wie nur eine Entscheidung treffen, wenn sich an dieser Stelle millionen Möglichkeiten zweigen? Und auch wenn man nicht das Amen aller erfährt, dann doch wenigstens das der Mehrheit.

« Es gibt immer tausend parallele Leben, die man auch leben könnte, wenn man andere Entscheidungen getroffen hätte. »

Und es erfüllt den klugen Jungen mit einer Angst, die ihn lähmt und gefriert und zerstäubt. Deshalb ist Biff alles.


F A M I L I E
gefährtin
vater — Son of a Pitch
mutter — Dinaya
geschwister
nachkommen
sonstige



status — wird gespielt.

__________________


    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.


    M E I S T E R W E R K
    « - das Potenzial deiner Persönlichkeit
    ist nicht darauf beschränkt.
    Es ist so groß wie das Universum. »

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06.01.2010 13:02 Biff ist offline Email an Biff senden Beiträge von Biff suchen Nehmen Sie Biff in Ihre Freundesliste auf
Herzzerreißend Herzzerreißend ist weiblich
oh simple thing -


Dabei seit: 27.04.2010
Beiträge: 574

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Herzzerreißend

« -- Was tut mir Leid? »

D A T E N
aussehen © -
alter — 5 Jahre
geschlecht — weiblich
farbe — rotweinrot
zusammengefasst — die Liebe unseres Lebens
herdenmitglied | einzelgänger

Darcy: Sie ist eines dieser Mädchen, an denen man zunächst kaum etwas findet. Man entdeckt gerade mal in einem sehr geringen Maß eine winzige, eine kleine Besonderheit, ein Detail, sei es der neckische Deut um ihre Augen, oder die damenhaft durchdrückten Knie, die ein Kennenlernen nicht lohnenswert, aber reizvoll machen; Details, die man sich später, ist man älter, ist man klüger, wünscht, übersehen zu haben.

Fairfax: Sie ist eines dieser Mädchen, denen man alles durchgehen lässt. Selbst, wenn sie einem das liebevoll pumpende Herz aus der Brust reißen, es wild kreischend, vor den eigenen, qualvoll verweinten Augen, zerreißen; drohen, es zu behalten, es nie wieder herzugeben, ihm gar furchtbare Dinge anzutun; irgendwann verzeiht man ihnen, nimmt es ihnen bloß, ganz still, wieder aus den kleinen starren Händen, und setzt es, Stück für Stück, in die hohle Brust zurück. Sie ist eines dieser Mädchen; ich mag sagen, sie ist die Königin der Herzenesserinnen. Obgleich, wie sehr sie mit uns gespielt hat, und sie spielte gut – wir bleiben nachsichtig, und wundern uns.

Darcy: Die meiste Zeit hab ich nur dieses schrille Kind in ihr gesehen, gelangweilt, angeödet. Und, das vor allem, schlecht erzogen: Das eigene Wohl steht am höchstens; das Wohl der anderen diene nicht nur dem eigenen Vergnügen, nein, es sei überdies unexistent. Das hat sie mich spüren lassen, immer, wenn es ihr zu still, wenn es ihr zu freudlos war. Dann hat sie gesagt « Mico, es gibt noch einen anderen » und hat dabei gelacht.

Fairfax: Der andere war ich, und ich hab sie mehr geliebt, als jemals ein Mann imstande sein sollte, zu lieben und für Liebe zu betteln. Irgendwo ist da die Grenze in unseren Köpfen; wir opfern uns nicht für Liebesschwüre auf; wir reißen uns nicht in den Tod, versagt man uns Zuneigung, Zweisamkeit, Zukünfte; irgendwo leiden wir bloß sehr still, dann stehen wir wieder auf, und machen weiter. Aber ich hab es getan, ich bin an Ort und Stelle geblieben, auf meinen vier wundgerutschten Knien, und habe damit nicht nur Mico, nicht nur mich, sondern auch die gesamte weltliche Männlichkeit verraten. Ich bin immer darüber hinaus gegangen, und ich hab ihr immer alles verziehen. Und es gab – schmerzhaftester aller Schmerzen – immer sehr viel zu verzeihen. Auch die Sache mit Mico. Ich will gar nicht sagen, dass ich derjenige war, der sie bat, sich keine Vorwürfe zu machen; der sagte, es sei in Ordnung. Der sie vor keine Wahl stellte, vor kein Ende; mehr blieb ich vor vollendeten Tatsachen stehen.

Darcy: Ich versuchte mich zu entfernen, emotional. In ihrem Beisein verließ ich sie ganz heimlich, und sah sie einen Moment nicht hin, und blieben meine Blicke an ihren runden Lippen hängen, legte sich nichts als Hass über die Kälte meines Gesichts. Manchmal entdeckte sie mich so – es gefiel ihr nicht, das machte ihr Angst: Danach hatten wir zumeist verzweifelten Sex. Ich glaubte, gewonnen zu haben. Ich glaubte vor allem, es geschafft zu haben; doch jedes mal, wenn sie mich wieder verließ, und ich wusste, zu wem sie ging; es, es bleibt noch immer schwer zu sagen, und noch immer bin ich unsicher, ob die Begrifflichkeit trifft – ach, sagen wir es einfach: Es tat nicht gut.

Fairfax: Wir begannen, sie Scarlet zu nennen. Ihr eigentlicher Name war einfach zu – treffend.

Darcy: Wir haben noch nicht aufgehört. Wir haben schon längst verloren.


F A M I L I E
gefährte — Darcy & Fairfax
vater — Wacholder
mutter — Little Mess
geschwister
nachkommen
sonstige



status — abgemeldet.

__________________


    it's empty in the valley of your heart
    the sun, it rises slowly as you walk
    away from all the fears and from
    all the faults you've left behind.




    M I S T S T Ü C K.
    « thanks for loving me,
    'cause you're doing it perfectly. »

Dieser Beitrag wurde schon 4 mal editiert, zum letzten mal von Herzzerreißend am 22.11.2013 19:55.

27.04.2010 13:12 Herzzerreißend ist offline Email an Herzzerreißend senden Beiträge von Herzzerreißend suchen Nehmen Sie Herzzerreißend in Ihre Freundesliste auf
Gimme Tar Gimme Tar ist männlich
a monster was born #




Dabei seit: 23.04.2011
Beiträge: 399
Geschlecht: männlich
Alter: sechs
Bildquelle: © tigra
Spieler: FRANZI | RS
Weitere Rollen: pfingsten, seraphim & biff
Beziehungen: [x]

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Gimme Tar

« how can you protect something
so perfect without evil. »



D A T E N
aussehen © TIGRA
alter — 6 Jahre
geschlecht — männlich
farbe — aluminum
zusammengefasst — der einzige Sohn
herdenmitglied | einzelgänger

Ihr könnt versuchen, mich ruhig zu stellen, aber ich muss euch sagen, und es war schon immer so, und wird immer so sein: Ich bin nicht zu zähmen. Und ich meine damit nicht, dass ich meinen eigenen Kopf habe, ich meine nicht, dass meine Meinung gegen die der anderen steht, dass ich furchtbar selbstbewusst, widerstrebend, starrsinnig, sturr, rebellisch bin; ich meine damit auch nicht die Art von Mann zu sein, die sich mit Bettgeschichten rühmt, die frei und verwegen mit Mädchen schläft, sich aber in keine feste, wenn auch wärmende, Gemeinschaft zwängen lässt, und wenn doch, dann sei man plötzlich beherrscht, gebändigt, abgerichtet und dressiert; ich meine weder die eine, noch die andere abscheuliche Art.
Ich meine, dass ich – Manchmal wird mir alles schwarz vor Augen, und ich ... wie durch einen Tunnel, nur noch ... bruchstückhaft. Danach Schmerz, vom Scheitel bis zum Fuß, meiner, und der der Anderen.
Wann ich einen solchen Blackout erlebe, ist nicht vorherzusehen, und doch glaube ich in der Vergangenheit eine gewisse Regelmäßigkeit festgestellt zu haben. Stress, große Emotionen, Bedrückung, Ärger – wie auch anders? – Erinnerung. Vor allem, wenn ich an den großen Kardinal zurückdenke, der mir meine Unschuld raubte, dem ich, mit allem, was mir geblieben war, und er vermissen würde, mein schlanker gerader Leib, mein schwarzer Mund, verlassen hatte.
Ich will das eigentlich nicht. Ich will keinen Schmerz zufügen, und doch brodelt, ab und an, in mir eine tiefreichende Stille, ein schweres, wummerndes Etwas, das sich regt, wenn man mir zu nahe tritt, wenn man schlimme Sachen sagt, wenn Dinge geschehen, die ich so, hätte ich es kontrollieren können, nicht hätte geschehen lassen. Es ist nur ... es will raus. Ich kann es nicht halten, so wie der Vulkan es nicht hält, so wie Sprengstoff zerbirst, so wie der Himmel platzt und donnert. Ich bin wie eine tickende Bombe, und die Zeiger rasen schnell, rasch vergeht der Countdown, der mich, wird das Zählen leiser, dich schlagen lässt. Es ist festgelegt, vielleicht durch den Kardinal, den Vater; in meinen Genen schwimmt es und färbt mich dunkel. Und betrifft es sie, zieht sich an mir alles los und nichts ist mehr gerade. Und sie ist auch der Grund, warum ich zurück ging und meine Waffe holte, warum ich mich dem Kardinal stellte und -- Ich war es, ja, und ist die Vergangenheit auch bereinigt, bleibt mein Kopf, alles darin, eng und dunkel.


F A M I L I E
gefährtin
vater — The Cardinal
mutter — Tar
geschwister — Passion Bey
nachkommen
sonstige



status — wird gespielt.

__________________

    GIMME TAR -
    well you are my accuser, now look in my face,
    your opression reeks of your greed and disgrace,
    so one man has and another has not,
    how can you love what it is you have got.

    so yes sir, yes sir, yes it was me,
    I know what I've done, cause I know what I've seen,
    I went out back and I got my gun,
    I said, "you haven't met me, I am the only son."




    O U T R A G E O U S.
    « how can you protect something
    so beautiful without evil »

Dieser Beitrag wurde schon 4 mal editiert, zum letzten mal von Gimme Tar am 22.11.2013 00:52.

26.04.2011 03:31 Gimme Tar ist offline Email an Gimme Tar senden Beiträge von Gimme Tar suchen Nehmen Sie Gimme Tar in Ihre Freundesliste auf
Toulouse Toulouse ist weiblich
lesby honest -




Dabei seit: 27.01.2013
Beiträge: 40

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Toulouse

« Wir können machen was wir wollen.
Aber wir können nicht wollen was wir wollen. »

Bild_2
Bild_3

D A T E N
aussehen © TIGRA.
alter — 3 Jahre
geschlecht — weiblich
farbe — hyazinth
zusammengefasst — der falsche Körper
herdenmitglied | einzelgänger

Seht es euch nur an, dieses androgyne Äußere; man kann sich beinahe sicher sein, es mit einem männlichen Wesen zu tun zu haben, wären da nicht diese peinlich genauen Blicke zwischen die Schenkel, auf Brust, Beine und Po, die man sich selbst ertappt zu begehen. Denn hie und da sind weibliche Züge versteckt, die kleinen, femininen Rundungen, die sie als Mädchen entlarven. Und sie wünschte, es wäre anders.
Schon früher hatte Toulouse viel lieber mit den Jungs gespielt. Viel lieber ihrem wilden Raufen nachgeeifert, ihre derbe, teils wüste Sprache erlernt, mit ihnen gekämpft, und genau wie sie sah sie zu den jungen Stuten und hat sich mächtig männlich produziert, wenn sie sich nach Nähe sehnte. Sie fand allzu großen Gefallen an deren weichen, wohl geschwollenen Mündern, den langen Wimpern, den feinen Härchen an Kinn und Nase. Und ihrem weichen Gemüt. Toulouse war nie wie die anderen Mädchen; viel zu arg hatte sie versucht, jemand anderes zu sein.
Nach großer Verwirrung und langem Wehren hat sie eingesehen, nicht abnorm, aber sehr speziell zu sein, und weswegen die Anderen sie zu verstoßen versuchen, hat sie schon längst akzeptiert. Lesbisch zu sein. Doch die Sache mit ihrem Geschlecht hat sie noch immer nicht verwunden. Depressionen, Angstzustände erzittern das leise Gemüt der Safranfarbenen. Ihre zurückhaltende, gar reservierte Art mag ihr an ganz besonders schlimmen Tage jede Gesellschaft vom Halse halten. Ein Blick in diese schwarzen, tragischen Augen, und man macht unwillkürlich einen großzügigen Bogen um sie.
Es versteht sich von selbst, dass sie inzwischen Hengste meidet, wenn nicht sogar hasst. Der Neid ist zu groß, als ihn in Gegenwart eines Beneideten ertragen zu können. Sie hat von ihnen gelernt, sich wie ein Mann zu verhalten – und nun distanziert sie sich vehement von ihrem für sie absolut überflüssigen Dasein. Toulouse lebt zumeist am Rande, um jenen aus dem Weg zu gehen, die sie allzu sehr erzürnen oder faszinieren. Auf der Suche nach einem eigenen, neuen, toleranteren Geschlecht, hat sie die Einsamkeit zu ihrer Heimat gemacht.


F A M I L I E
gefährtin
vater — Dash
mutter — Violet Hill
geschwister — Ciliary
nachkommen
sonstige



status — abgemeldet.

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    TOULOUSE
    I wish I hadn't seen all of the realness
    and all the real people are really not real at all
    the more I learn the more I cry
    as I say goodbye to the way of life
    I thought I had designed for me




    S K I N N Y L O V E

    « And we are free in our love.
    We are free in our love. »

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Toulouse am 22.11.2013 19:55.

27.01.2013 19:43 Toulouse ist offline Email an Toulouse senden Beiträge von Toulouse suchen Nehmen Sie Toulouse in Ihre Freundesliste auf
 
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